Veranstaltungen
 

Aktuelle Veranstaltungen

16. Dezember 2008, 20h
Ort: Linkes Zentrum "Hinterhof", Düsseldorf, Corneliusstr. 108 (Eintritt frei)

GLEICHBERECHTIGTE KOOPERATION STATT FREIHANDEL UND AUSBEUTUNG -
Stoppt das Assoziierungsabkommen
der EU mit Zentralamerika

Ein Teil der neuen aggressiven Außenwirtschaftsstrategie der EU sind die Verhandlungen über ein
Assoziierungsabkommen mit den Staaten Mittelamerikas. Diese würden dafür sorgen, dass in diesen
Ländern der neo-liberale Kapitalismus über Generationen hinweg als Wirtschafts- und Gesellschaftsform
festgeschrieben wird. Auch eine noch stärkere Exportorientierung der Landwirtschaft und damit eine weitere Verdrängung von KleinbäuerInnen und eine Verschärfung der Nahrungsmittelkrise wären die Folgen.
Klaus Heß und Karsten Hackländer vom Informationsbüro Nicaragua berichten über diese
Abkommen, ihre Folgen und die Proteste dagegen.

 

17. Dezember 2008, 20h
Ort: Bahnhof Langendreer, Bochum, Wallbaumweg 108 (Eintritt frei)

HANDELSABKOMMEN ZWISCHEN EU UND MITTELAMERIKA

Veranstalter: AK Lateinamerika
Referent: Klaus Heß, Informationsbüro Nicaragua, Wuppertal

Bis zum Jahr 2010 möchte die Europäische Union zur Weltwirtschaftsmacht Nummer eins aufsteigen. Zu dieser neuen EU-Außenwirtschaftsstrategie passen die Verhandlungen mit den Staaten Mittelamerikas über ein Assoziierungsabkommen. Die Forderungen der EU sind eindeutig:
Vertragspartner müssen Freihandel Offenheit für europäische Exporteure und Investoren bieten. Mit diesem Abkommen sollen der politischen Dialog und die Entwicklungskooperation zwischen der EU und Zentralamerika geregelt und ein breit angelegtes Abkommen über Zoll- und Handelsfreiheit vereinbart werden. Im Forderungskatalog der EU ist das ganze umstrittene Spektrum wie Handelserleichterungen (Freihandel), der freie Zugang zu Investitionen und Dienstleistungen (z.B. staatl. Ausschreibungen), Patentrechte und Geistiges Eigentum (bzw. geistige Monopolrechte) enthalten. Für Konfliktfälle fordert die EU, unabhängige internationale Streitschlichtungsgerichte einzurichten. Europäische Konzerne könnten vor diesen Gerichten gegen ein mittelamerikanisches Land klagen, wenn sie ihre Investitionen und Profitinteressen gefährdet sehen. In der Praxis entziehen sich international operierende Unternehmen durch solche Regelungen der nationalen Kontrolle und hintergehen Umwelt- oder Sozialstandards. Die Europäer hoffen auf den erlahmenden Widerstand der Gewerkschaften, Bauern- und Verbraucherorganisationen in Zentralamerika und die EU präsentiert sich als Demokratie und Mitsprache fördernder Gegenpol zur USA.  Was das Abkommen beinhaltet, welche Auswirkungen zu erwarten sind und welche Forderungen die sozialen Bewegungen aufstellen, soll in der Veranstaltung vorgestellt werden. Das Informationsbüro Nicaragua führt zusammen mit anderen entwicklungspolitischen Organisationen eine Kampagne durch. Was
deren Ziele sind, welche Aktionen geplant sind, und wie man sich beteiligen kann, können wir gemeinsam besprechen...

 
   
 

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6. November 2008, 19.30h
Ort: Alte Feuerwache Wuppertal, Gathe 6 (Eintritt frei)

Kolumbien: KOHLE FÖRDERN STATT MENSCHENRECHTE?

Veranstalterinnen: BASO (Basis Initiative Solidarität) und das Informationsbüro Nicaragua e.V.

Aus gegebenem Anlass der Rundreise dreier Aktivist_innen aus Kolumbien:
Ashcayra Arabadora, Vertreter der Organisation der Bari-Indígenas ASOBARI,
Juan Carlos Quintero, Vertreter der regionalen Bauernorganisation ASCAMCAT und
Judith Maldonado, Juristin und Direktorin der Menschenrechtsorganisation Colectivo de Abogados Luis Carlos Pérez

Catatumbo ist der Name einer Region im Nordosten von Kolumbien, die an Venezuela grenzt und zum Departement Norte de Santander gehört. Sie ist ausgesprochen reich an Bodenschätzen. Außer Erdöl, das seit Jahrzehnten gefördert wird, gibt es auch riesige Lagerstätten von Steinkohle. Kanadische, mexikanische und kolumbianische Minenunternehmen beabsichtigen derzeit, den Abbau von Kohle in der Catatumbo-Region massiv zu beschleunigen. Dies verstößt gegen die Rechte und Interessen der indigenen und bäuerlichen Bevölkerung, die zu diesen Bergbauvorhaben nicht wie rechtlich vorgeschrieben konsultiert wurde. Die Catatumbo-Region wird von verarmten Kleinbauern und den Barí-Indígenas bewohnt. Die ländliche Bevölkerung wurde im letzten Jahrzehnt Opfer massiver Menschenrechtsverletzungen und Vertreibungen. 30 000 Menschen mussten Haus und Hof aufgeben und flüchten. Die dramatischen Menschenrechtsverletzungen werden mit dem Interesse an der Erschließung der Bodenschätze in Zusammenhang gebracht. Auch die großflächige Anlage von Ölpalm-Plantagen für Agrodiesel haben den Landkonflikt in der Region Catatumbo verschärft.

Zehn Prozent der in Kolumbien insgesamt geförderten Kohle – 6,9 Mio. Tonnen – wurden 2007 nach Deutschland exportiert. Damit ist Deutschland das wichtigste Einfuhrland für kolumbianische Kohle in der EU geworden. Im Vergleich zu 2006 hat sich der Import fast verdoppelt.

Das gibt Anlass, sich aus direkter Quelle über die Situation der Bevölkerung in der kolumbianischen Catatumbo-Region zu informieren.

30.10. - 2.11. 08
Ort: Mannheim, Freie Waldorfschule, Neckarauer Waldweg 131

attac-LATEINAMERIKA-KONGRESS

In Lateinamerika ist in den vergangenen Jahren viel in Bewegung geraten. Ansätze partizipativer Demokratie wie die neuen Verfassungen und partizipative Haushalte, Projekte Solidarischer Ökonomie wie selbstverwaltete Betriebe, Alternative Medien wie Basisradios und der Fernsehsender TeleSur, die Rücknahme von Privatisierungen, Landreformen, Bildungs- und Gesundheitsreformen zum Wohle der Bevölkerung, neue Wege ökologischer Nachhaltigkeit, internationale, emanzipatorische Projekte wie ALBA und die Bank des Südens, die Alternativen zu Freihandel und globalen Institutionen wie IWF und Weltbank darstellen, sind auch das Ergebnis der vielfältigen Aktivitäten sozialer Bewegungen und haben diesen gleichzeitig neuen Auftrieb gegeben. Entsprechend hat sich auch die Solidaritätsarbeit in Deutschland in Richtung einer Solidarität als „Zweibahnstraße“ verändert, in der es nicht mehr nur darum geht, die Bewegungen in Lateinamerika zu unterstützen, sondern auch darum, von den neuen Wegen, die dort gegangen werden, zu lernen für unsere Auseinandersetzungen und Kämpfe hier.

Mit diesen Entwicklungen und Erfahrungen werden wir uns auf dem Kongress beschäftigen.

Weitere Infos unter:
http://www.attac-netzwerk.de/ag-lateinamerika/kongress-2008/

21. Oktober 2007 ab 17h
Ort: Alte Feuerwache Wuppertal, Gathe 6 (Eintritt frei)

LESUNG_MUSIK_TANZ_FILM

Die Wuppertaler Interkulturtage 2007 starten in der
Alten Feuerwache mit einem Programm, das die
gesamte Veranstaltungswoche in einem Mikrokosmos
verdichtet. Es wird eine Reihe kleiner kultureller „Pröbchen“ geben , die Sie auf
das Programm neugierig machen sollen.

LESUNGEN: Lateinamerikanisches Literaturcafe mit Werken von Eduardo Galeano ·
Olaf Reitz liest Auszüge aus seinem Programm
MUSIK UND TANZ: Apito Fiasko mit Samba-Percussion, Leitung: Susanne Strobel ·
PeruLatinSound mit Mambo, Salsa, Son, Cumbia · DJ Carlin mit Kostproben aus der
Salsa-Disco · Kai Heumann & Sergio Mansilla mit folklore argentino ·
La Luna Azul mit Latin
FILM: Calvary und Mordente · Ergebnisse des (Rock)Musik-Film-Projektes 2007‚
Wuppertal/Matagalpa
AKTION FÜR KINDER: Sylvia Chavez mit Maskenbau und anderen Aktionen
INFORMATIONEN: Infobüro Nicaragua · Städtepartnerschaftsverein Wuppertal-
Matagalpa · GEPA GmbH · Piolin e. V. · Int. Begegnungszentrum Caritas ·
Peter-Hammer-Verlag · 6pack Künstlergruppe

16. September 2007 19.30h
Ort AZ Wuppertal (Eintritt frei)

**Asalto al Sueño** - Angriff auf den Traum

BRD 2006, 83 Min. Regier: Uli Stelzner
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Tausende Menschen verlassen täglich ihre verarmten Länder Mittelamerikas, um in die USA zu gelangen. Mit dem Grenzübertritt im Norden Guatemalas nach Mexiko begeben sie sich auf eine der gefährlichsten Migrationsrouten der Welt. Nur mit einer kleinen Digitalkamera reist der Regisseur in diese kleine Grenzregion im äußersten Süden Mexikos. Der bewegte und gleichsam bewegende Film ist auch die Geschichte der wiederholt zufälligen Begegnungen mit Noe, einem Migrant aus El Salvador. Seine Agonie zeigt auf tragische Weise Anfang und Ende, Hoffnung und Scheitern einer in Bewegung geratenen Menschheit.

So, 15. Juli 2007 19.30
Ort: Cinema, Wuppertal (Eintritt 3,50€)

**Der Kleiderhaken** - Die Schattenseiten des Freihandels in der globalen Bekleidungsindustrie

BRD 2006, 70 Min. Regie: Dorit Siemers, Heiko Thiele (zwischenzeit e.V.)

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist von andauernder Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer geprägt. Heute ist es weitaus billiger, die verschiedenen Produktionsschritte über den gesamten Globus zu verteilen: 90% unserer Kleidung werden mittlerweile in Niedriglohnfabriken, auch Maquiladoras genannt, hergestellt. Ein Beispiel ist Honduras: Die Stadt San Pedro Tula gilt als die Maquiladora-Metropole in Mittelamerika. Die Fabriken produzieren Kleidungsstücke für den nordamerikanischen und europäischen Markt. Niedrige Löhne, fristlose Kündigungen, Übergriffe und Gewerkschaftsverbot gehören zum Alltag dieses Wirtschaftszweiges. Die Dokumentation zeigt die Globalisierung der Bekleidungsindustrie und ihre Konsequenzen für die ArbeiterInnen und ihre Familien, die Umwelt und die regionalen Wirtschaftskreisläufe in den sog. Entwicklungsländern.

anschließend: Diskussion in der Cafeteria mit den FilmemacherInnen

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Fr. 15.Juni 2007, 20:00 Uhr

* *Der Große Ausverkauf*

BRD 2007, Regie: Florian Opitz

In vier ineinander verwobenen Erzählsträngen bringt der Film dem
Zuschauer das abstrakte und umstrittene Phänomen "Privatisierung" über
einfühlsame Porträts von Menschen aus verschiedenen Kontinenten nahe,
die von den oft inhumanen und fehlgeleiteten Versuchen, das
Wirtschaftswachstum zu steigern, unmittelbar betroffen sind. Menschen,
die sich auf ihre ganz persönliche Art und Weise dagegen zur Wehr setzen.


*Ort: CINEMA (Eintritt 7 / 5 € )*

anschließend: Info & Diskussion in der Cafeteria mit Gerd-Peter Zielezinski (Wuppertaler Sozialforum)

 

Veranstaltungen im März 2007   

"Yo decido mi vida!"

"Ich entscheide über mein Leben!"
Der Kampf nicaraguanischer Fraueninitiativen gegen das generelle Abtreibungsverbot

16. März '07 um 19 Uhr
VeranstalterInnen: Informationsbüro Nicaragua & Frauenverband Courage

Veranstaltungsort: Frauenverband Courage

Holsteiner Str. 28, 42107 Wuppertal

 

Per Gesetzesänderung kurz vor den Wahlen wurden die nicaraguanischen Frauen in eine längst vergangen geglaubte Zeit zurückversetzt: Am 26. Oktober 2006 ist trotz zahlreicher Proteste eine Gesetzesänderung von der Nationalversammlung mit Zustimmung der FSLN-Abgeordneten verabschiedet worden, die in Nicaragua auch die Abtreibung aus medizinischen Gründen unter Strafe stellt. War es seit 1893 den ÄrztInnen erlaubt einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen, wenn das Leben der Frauen gefährdet oder sie vergewaltigt worden waren, so drohen nun den ÄrztInnen wie den Frauen vier bis acht Jahre Haft. Dieser Rückschritt in Zeiten von vor mehr als 100 Jahren, wird in Nicaragua von Frauenorganisationen mit der Inquisition verglichen.

Violeta Delgado , Mitglied der Organisation „Movimiento Autonome de Mujeres“ [MAM] und ehemalige Leiterin des „Red de mujeres contra la violencia“, wird vom 6. – 16. März in Deutschland sein und über den derzeitigen Protest und Kampf der Frauen in Nicaragua berichten. Sie wird die neue Gesetzeslage darstellen und den derzeitigen politischen Kontext analysieren. Die nicaraguanischen Fraueninitiativen streben gemeinsam auf nationaler und internationaler Ebene Klagen an, die den nicaraguanischen Staat zwingen sollen, diese Gesetzesänderung zurückzunehmen, da sie gegen die Me nschenrechte verstößt. Des Weiteren planen sie derzeit eine Kampagne für die legale Abtreibung nicht nur in Nicaragua, sondern in ganz Lateinamerika!

 

 

 
 




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