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Aktuelle Veranstaltungen

DIE MAUER IM KOPF?
Deutsch-deutsche Solidaritätsarbeit in Nicaragua. Eine Spurensuche

11. März 2010, 17-19h
Ort: Haus der Demokratie, Havemann-Saal, Greifswalder Str. 4, Berlin

Veranstalter: Stiftung Nord-Süd-Brücken
Referent: Willi Volks, INKOTA-Netzwerk; Herrmann Schaller, Erster Direktor Carlos-Marx-Hospital; Klaus Heß, Informationsbüro Nicaragua

Vor über 20 Jahren fiel nicht nur die Mauer in Berlin. Ein paar Monate später wurde in Nicaragua die sandinistische Revolution abgewählt. Linke und InternationalistInnen aus Ost und West waren geschockt und sprachlos. Schließlich hatte es mit dem kleinen mittelamerikanischen Land, seiner Befreiung von der Somoza-Diktatur, der sandinistische Revolution und dem Aufbau bzw. der Verteidigung des sandinistischen Projektes, eine beispiellose Solidarität gegeben – in Ost und West!

Erika Harzer und Willi Volks haben 2009 unter dem Titel „Aufbruch nach Nicaragua. Deutsch-Deutsche Solidarität im Systemwettstreit“ ein Buch herausgegeben, in dem sehr viele unterschiedliche Stimmen zu Wort kommen: aus dem breiten Spektrum westdeutscher Solidaritätsgruppen von Gewerkschaften bis Antiimperialisten und aus dem eher bipolarem Spektrum starker staatlicher Solidarität und zarter Basisgruppensolidarität in der DDR. Die Herausgeber hofften, dass in der Solidaritätsarbeit und im fernen Nicaragua die Grenze überwunden wurde, mussten jedoch bald feststellen, dass die Mauer im Kopf wohl mitreiste.

Im Rahmen einer Spurensuche soll in dem Gespräch und der anschließenden Diskussion beleuchtet werden, was die systemübergreifende Faszination für Nicaragua ausmachte, wer mit wem zusammengearbeitet hat, warum man selbst so wenig miteinander zu tun hatte und welche Spuren im Land und der eigenen Geschichte hinterlassen wurden.

 
   
 

Archiv

 
 

Lesung
DER FALL KOLUMBIEN
Was Krieg, Staat, Drogen und Weltmarkt miteinander zu tun haben

06. Dezember 2009, 18h
Ort: Gaststätte Hayat, Schreinerstr. 28, Wuppertal (Eintritt frei)

Veranstalter: Informationsbüro Nicaragua
Referent: Raul Zelik, Autor

In außen- und sicherheitspolitischen Debatten war in den vergangenen Jahren viel von zerfallenen Staaten (failed states) und neuen Kriegen die Rede. Nichtstaatliche Akteure wie Piraten Warlords, Drogenhändler und Terroristen – das sind, glaubt man den so genannten Sicherheitsexperten, die Gegner, mit denen es »der Westen« heute zu tun hat.
Der Fall Kolumbien zeigt, dass das Erstarken von Organisierter Kriminalität und Warlords aber auch das gewünschte Ergebnis einer staatlichen Sicherheitspolitik sein kann - und dass westliche Staaten solche Sicherheitsarrangements durchaus mittragen.
Die kolumbianischen Paramilitärs haben seit Anfang der 1980er Zehntausende von Oppositionellen ermordet: Menschen aus Gewerkschaften, Linksparteien, Frauen-, Indigenen- und Kleinbauernorganisationen. Als Gegenleistung für diese Repressionsarbeit durften die Paramilitärs ihren illegalen Geschäften, das heißt v.a. dem Drogenhandel nachgehen. Sie wurden dabei vom kolumbianischen Staat und, zumindest punktuell, auch von US-Behörden toleriert und protegiert.
Wie kommt es, dass Staatsorgane, transnationale Unternehmen und die Organisierte Kriminalität Sicherheitspartnerschaften bilden? Warum finanzieren die USA den  kolumbianischen Staat trotz dessen Verbindungen zum Drogenhandel mit mehr als 500 Mio US-Dollar jährlich? Wohin führt eine Informalisierung von Staatlichkeit und Kriegführung, wie sie in Kolumbien zu beobachten ist?

Raul Zelik, der seit vielen Jahren zu Lateinamerika arbeitet und zuletzt Gastprofessor für Politikwissenschaften an der Nationaluniversität in Bogotá war, stellt sein neues Buch »Die kolumbianischen Paramilitärs – Regieren ohne Staat oder terroristische Formen der Inneren Sicherheit« (Verlag Westfälisches Dampfboot) vor.

NEOSANDINISMUS IM JAHR 20 NACH DER NIEDERLAGE

17. November 2009, 19.30h
Ort: Haus der Volkshochschule, Bergstr. 8, Vortragssaal, Osnabrück (Eintritt frei)

Veranstalter: Colloquium Dritte Welt - Umwelt und Entwicklung, Osnabrück
Referent: Klaus Heß, Informationsbüro Nicaragua

1989 wurde auch im sandinistischen Nicaragua die Wende eingeleitet: Wirtschaftsblockade und US-finanzierter Contra-Krieg strangulierten ein 10-jähriges emanzipatorisches Experiment, das sich anfangs breiter Unterstützung im In- und Ausland erfreute. Mit dem sozialistischen Ostblock schwanden zudem Leit- und Orientierungsbilder, aber auch wirtschaftliche Unterstützer. Mit der Wahlentscheidung gegen die Sandinisten verband die Bevölkerung die Hoffnung auf ein Kriegsende und eine positive Wirtschaftsentwicklung. Mit den nachfolgenden neoliberalen Regierungen ist zwar Frieden eingekehrt, die Versprechen auf wirtschaftliche Entwicklung durch (Re-)Integration in die internationalen Wirtschafts- und Finanzstrukturen unter der Führung der USA haben sich jedoch nicht erfüllt. Die Wahlniederlage der Sandinisten und die Epochenwende im Ostblock leiteten aber auch eine Desillusionierung und Neubestimmung internationaler Solidarität ein: Der Traum von klaren Perspektiven wie Solidarität mit einem Land, der Bezug auf das Avantgardekonzept einer Befreiungsbewegung an der Macht und auf „nationale Befreiung hat ausgedient. Emanzipatorische Entwicklungen scheinen in nationalstaatlich-autarken Formen kaum mehr denkbar. So ist Nicaragua nach 17 neoliberalen Jahren ein ganz normales Land in einer globalisierten Welt geworden. Wie Erfolg versprechend sind hierbei die Handlungsansätze der 2007 neu gewählten neosandinistischen Regierung vor dem Erfahrungshintergrund von 1989?

Weitere Infos im Flyer unter:
http://www.vhs-os.de/vhs_kursdetail.asp?nr=20870

Der Präsident regiert, bestimmt Wahlergebinsse, ändert die Verfassung
RECHTSSTAATLICHKEIT UND POLITIK FÜR DIE ARMEN - EIN WIDERSPRUCH?

17. November 2009, 19.30h
Ort: Werkstatt 3, Nernstweg 32-34, Hamburg (Eintritt frei)

Veranstalter: Nicaragua-Verein, Hamburg
Referent: Vima Nunez, CENIDH, Menschenrechtsverein, Managua, Nicaragua

In diesem Jahr feiert der Nicaragua Verein Hamburg e.V. sein 25-jähriges Jubiläum.
Aus diesem Anlass haben wir Frau Dr. Vilma Núñez (Präsidentin der
Menschenrechtsorganisation CENIDH) und Alberto Aburto (Studentengruppe
Movimiento Puente) eingeladen. Sie werden am 17. November 2009 um 19.30 Uhr in
der Werkstatt 3 über die aktuelle Situation in Nicaragua berichten und sich der
Diskussion stellen.
Im November 2008 fanden in Nicaragua Kommunalwahlen statt, die zum best
dokumentierten Wahlbetrug Mittelamerikas wurden. Seitdem werden nicht nur die
Oppositionsparteien von Präsident Ortega unter Druck gesetzt, insbesondere
unabhängige Organisationen von Frauen und Menschenrechtlern werden massiv
verfolgt. Am 19. Oktober 2009 ließ Ortega sogar die Verfassung vom Obersten
Gerichtshof so weit außer Kraft setzen, dass er nun für eine weitere Periode für das
Präsidentenamt kandidieren kann.
In der Veranstaltung werden die verheerenden Konsequenzen der derzeitigen Politik
für Nicaragua geschildert. Uns interessiert vor allem, wie die Zivilgesellschaft auf die
Beschneidung ihrer Rechte reagiert und wie ein Ausweg aus dieser scheinbar
aussichtslosen Lage der politische Kultur in Nicaragua gefunden werden kann.
Gemeinsam möchten wir aufzeigen und diskutieren, wie sowohl demokratische
Bestrebungen wie auch der Kampf gegen die Armut unterstützt werden können.

Weitere Infos im Flyer

CONTINENTE REBELDE - VOM SÜDEN LERNEN IN DER KRISE
Finanzmarkt-, Wirtschafts- und Sozialpolitik in Lateinamerika

19. & 20. September 2009
Ort: Naturfreundehaus Ebberg, Ebberg 1, Schwerte, (20-30.- Euro)

Veranstalter: attac - AG Lateinamerika
Referent_innen: Dieter Boris, Pedro Páez (ehemaliger Wirtschaftsminister von Ecuador, Koordinator der Bank des Südens), N.N.

Die Attac–AG Lateinamerika veranstaltet im September ein Wochenendseminar mit Gästen aus Lateinamerika und Deutschland um über die Folgen der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, sowie die Alternativen zu diskutieren.

Weitere Infos und Anmeldung unter:
http://www.attac-netzwerk.de/index.php?id=5664

PARTIZIPATIVE KOMMUNALPOITIK: EINMAL ANDERS?

17. September 2009, 19h
Ort: Börse, Wolkenburg 100, Wuppertal, (Eintritt frei)

Veranstalter_innen: Informationsbüro Nicaragua, Basis Initiative Solidarität (BaSo) und Städtepartnerschaftsverein Wuppertal-Matagalpa
Referent_innen: Blanca Herrera (Direktorin von ADIC Vereinigung für integrierte kommunitäre Entwicklung) aus Matagalpa, Nicaragua
außerdem: Monika Tönnies (kommunalpolitisch aktiv in Solingen), Gaby Schulten (Orgberatung am Ölberg), Andreas Beck (Mehr Demokartie.eV.)

In diesen Tagen werden wir wieder täglich an unsere Bürgerpflicht erinnert: Wählen ist angesagt, und dies gleich mehrmals. Dass Demokratie auch mehr sein kann, haben soziale Bewegungen in anderen Ländern längst durchgesetzt. Das Weltsozialforum ist nicht umsonst in Puerto Alegre entstanden, wo die Kommunalpolitik auf Bürgerversammlungen diskutiert und mitbestimmt wird. Von der Öffentlichkeit unbemerkt gibt es solche Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung auf kommunaler Ebene auch in Nicaragua seit den 90er Jahren. Das Gemeindegesetz und das Gesetz zur Bürgerbeteiligung sind die Basis für ein neues Partizipationsmodell in Nicaragua. Welche Beispiele für Bürgerbeteiligung gibt es, was heißt partizipativer Gemeindehaushalt und wie nutzen kommunitäre Bewegungen in Nicaragua diese Möglichkeiten? Welche Widerstände gibt es dagegen vom Staat und den Parteien?

In der Veranstaltung wollen wir auch Bemühungen um Partizipation hier vorstellen und diskutieren, wie wir die Erfahrungen in unsere eigene Praxis umsetzen können.

CHIAPAS IM VISIER VON POLITIK UND KAPITAL

23. Juni 2009, 19h
Ort: Autonomes Zentrum, Wuppertal, Markomannenstr. 3 (Eintritt frei)

Veranstalter: Informationsbüro Nicaragua e.V. und Autonomes Zentrum Wuppertal
Referent: Luz Kerkeling, Mitarbeiter von CIEPAC A.C. (Zentrum für ökonomische und politische Forschung) in San Cristóbal, Chiapas/Mexiko, sowie von Zwischenzeit e.V. (Münster)

Der südmexikanische Bundesstaat Chiapas ist nicht erst seit 1994 ein Ort gesellschaftlicher Widersprüche zwischen politisch-ökonomischen Eliten und der bäuerlich-indigen Bevölkerung, die für ein Ende von Ausbeutung und Unterdrückung kämpft.

Die zapatistische Bewegung arbeitet seit 1994 an der Verbesserung der Situation ihrer Gemeinden und konnte vor allem in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Justiz und basisorientierte Selbstverwaltung beachtliche Erfolge erreichen. Parallel dazu versucht die außerparlamentarische Bewegung, sämtliche benachteiligten Bevölkerungsgruppen in ihre emanzipatorischen Prozesse einzubeziehen. Im Gegensatz zu den linksgerichteten Parteien in Südamerika streben die Zapatistas nicht die Übernahme der Staatsmacht an. Sie wollen über eine mexikoweite zivile Mobilisierung von unten (die sogenannte »Andere Kampagne«), eine völlige Neuordnung der gesellschaftlichen Verhältnisse erreichen, die in einem mehrjährigen Prozess erarbeitet und mittels einer neuen, partizipativen und antikapitalistischen Verfassung durchgesetzt werden soll.

Aktuell sind diese Errungenschaften und Visionen der Basisbewegungen so bedroht wie vielleicht selten zuvor, da Chiapas als extrem ressourcenreicher Bundesstaat immer stärker ins Visier von Politik und Kapital gerät -- im nationalen wie im globalen Rahmen.

Hauptthemen des Vortrags sind neoliberale "Entwicklungs"- und Ordnungsprojekte sowie gesellschaftlicher Widerstand.

Nicaragua-Fachtagung
DER 'NEUE SANDINISMUS' IN NICARAGUA:

Autoritärer Selbstbedienungsstaat oder neues Entwicklungsmodell?

12.-13. Juni 2009
Ort: Dietrich-Bonhoeffer-Haus der Ev. Studierendengemeinde, Kassel, Mönchebergstraße 29 (25.-/35.-€)

Veranstalter: NicaNetz - Freiwilligen-Netzwerk Nicaragua e.V. und
Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen in Kooperation mit dem
Fachgebiet für Internationale und Intergesellschaftliche Beziehungen der Universität Kassel

Nach gut zwei Jahren sandinistischer Regierung unter Präsident Ortega ist bei vielen Nicaragua-Partnerschaften die Frage virulent, wie das Regierungshandeln der FSLN einzuschätzen ist. Aber auch in der politischen Auseinandersetzung mit Fragen lateinamerikanischer Entwicklung heute ist die Einordnung des autoritären Regierungsstils Ortegas umstritten.

Einen Solidaritätsbonus hat Ortega bereits vor Jahren verspielt. So steht seine Regierung unter internationaler kritischer Beobachtung. Die Frage bleibt allerdings, ob sich in der Bewertung seitens der internationalen Nicaragua-Partnerschaft womöglich ein Solidaritäts-Malus eingeschlichen hat - Wie würde die Ortega-Regierung in Vergleichen mit den Ex-Präsidenten Bolanos oder Alemán abschneiden? Was sind die verschiedenen Einschätzungen aus der nicaraguanischen Bevölkerung?

Auch die deutsche staatliche Entwicklungszusammenarbeit hat Probleme im Umgang mit der Ortega-Regierung, der gegenseitige Ton ist gereizt, das BMZ hat die Budgethilfe bis auf weiteres ausgesetzt. Warum aber wird Nicaragua die Budgehilfe gestrichen, anderen autoritär geführten Staaten aber nicht? Spielen in der EZ (privat oder staatlich) womöglich auch Faktoren wie Enttäuschung, Mahnung und Strafe eine Rolle?

Während andere internationale Geber die gesamte finanzielle und technische Zusammenarbeit mit Nicaragua eingestellt haben, sind neue Süd-Süd-Kooperationen entstanden (Venezuela, ALBA, Iran). Wie sind diese einzuschätzen? Welche Interessen stehen dahinter? Was ist von der neuen Nachbarschaft mit der FMLN gefürten Regierung in El Salvador zu erwarten?

Ziel unserer Fachtagung ist es, die derzeitigen politischen und sozialen Entwicklungen in Nicaragua aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und zu analysieren. Die soziale Situation in Nicaragua und die Politik der Regierung Ortegas werden kritisch untersucht.

Anmeldung und weitere Infos unter :
www.epn-hessen.de/nicaragua

DIE KRISE UND DER SÜDEN

4. Juni 2009, 19.30h
Ort: Allerweltshaus, Köln, Körnerstr. 33 (Eintritt frei)

Veranstalter: attac Köln, AK "WTO und Weltwirtschaft"
Referenten: Klaus Heß & Kristofer Lengert , Infobüro Nicaragua; Maria Fernanda Herrera, Kolumbiengruppe Köln

Alle Welt redet über die Wirtschaftskrise und welche Folgen sie für „uns“ und die Industrieländer hat. Doch wieder einmal sind die Länder des globalen Südens die größten Verlierer: Von dieser Krise, die durch die kapitalistischen Industrieländer verursacht wurde, sind sie noch erheblich stärker und existenzieller betroffen:

  • Massive Arbeitsplatzverluste (vor allem in der Exportwirtschaft) stoßen die Betroffenen im Süden direkt in existenzielle Armut, da kein soziales Netz vorhanden ist.
  • Viele Millionen ArbeitsmigrantInnen sind in den reichen Ländern plötzlich überflüssig und werden zurückgeschickt in ihre Herkunftsländer. Damit bleiben aber auch ihre Überweisungen aus, auf die Familienangehörige zu Hause angewiesen sind.
  • Zwar sind die meisten Lebensmittelpreise gegenüber dem Höhepunkt der Spekulationswelle mit Lebensmitteln Anfang 2008 wieder gefallen – dennoch droht im Zeichen der Krise eine weitere Verschärfung der Hungerproblematik; immer weniger Menschen im Süden können sich die notwendigen Lebensmittel leisten.
  • Auch die Schuldenfalle droht wieder zuzuschnappen: Gerade Länder, die von den letzten – unzureichenden – Schuldenreduzierungen 1999 und 2005 profitieren sollten, werden jetzt gedrängt, sich beim wieder aufgepäppelten IWF in neue Abhängigkeiten zu begeben und neue neoliberale „Strukturanpassungsprogramme“ einzuleiten.

Dazu zwei Länderbeispiele:

Über die aktuelle Situation in Nicaragua und Kolumbien berichten Klaus Heß und Kristofer Lengert vom Informationsbüro Nicaragua Wuppertal sowie Maria Fernanda Herrera von der Kölner Kolumbiengruppe. Dabei geht es auch um Palmölanbau in Kolumbien und die Freihandelsabkommen zwischen Mittelamerika und der EU.

Abschließend werden wir auch über Alternativen und Aktionen zur herrschenden „Krisenlösungspolitik“ diskutieren. Wie können wir helfen zu verhindern, dass die Krise des neoliberalen Kapitalismus auf dem Rücken der Länder des Südens „gelöst“ wird?

Weitere Informationen unter:
http://www.attac-koeln.de/index.php?option=com_content&task=view&id=584&Itemid=1

Global Europe Strategy
DIE EU GREIFT NACH ZENTRALAMERIKA

"Assoziierungsabkommen" der EU am Beispiel Zentralamerika

28. Mai 2009, 19.30h
Ort: Alte Feuerwache, Wuppertal, Gathe 6 (Eintritt frei)

Veranstalter: attac Wupertal, Infobüro Nicaragua
Referenten: Klaus Heß, Infobüro Nicaragua und Rainer Romanski, attac Wuppertal

Die Europäische Union möchte zur Weltwirtschaftsmacht Nr. 1 aufsteigen. Um das zu erreichen treibt die EU Freihandelsabkommen mit den armen Regionen der Welt voran. In Konkurrenz zu den USA und China will die EU ihre geostrategischen Interessen nun auch in Zentralamerika sichern. Seit Oktober 2007 verhandelt sie über ein Assoziierungsabkommen. Darin sollen der politische Dialog und die Entwicklungskooperation zwischen der EU und Zentralamerika geregelt und als eigentliches Interesse eine umfassende Zoll- und Handelsfreiheit vereinbart werden. Noch in diesem Jahr könnte das Abkommen unterschriftsreif sein.

Soziale Bewegungen in den betroffenen Ländern befürchten jedoch verheerende Auswirkungen für die Menschen in Zentralamerika, wenn das neoliberale Wirtschaftsmodell weiter zementiert würde. Das geplante Abkommen aufzuhalten ist das Anliegen der Kampagne "Stop-Assoziierung!"

Wir werden unsere Analyse zu den Effekten der Handelspolitik der EU in Zentralamerika zur Diskussion stellen. Gemeinsam sollen Strategien gegen die weitere neoliberale Zurichtung der Wirtschaftsbeziehungen diskutiert werden.

Weitere Informationen unter:
www.stop-assoziierung.de

24. Mai 2009, 11-17h
Ort: die börse, Wuppertal, Wolkenburg 100 (Eintritt frei)

WOHIN FÜHRT UNS DIE EU?
NRW-Thementag EU

Veranstalter: attac Wuppertal

Vorträge und Diskussionen

Weitere Informationen:
www.attac-wtal.de

21.-24. Mai 2009
Ort: Uni Lüneburg, Scharnhorststr. 1

BUKO³² KONGRESS "UNDER CONSTRUCTION"
darin Workshop: Friss und stirb trotzdem!
Zu den Auswirkungen der europäischen Handelspolitik auf die Bevölkerung Zentralamerikas

Referent: William Rodriguez, Movimiento otro mundo possible, Nicaragua
Veranstalter: Kampagne gegen ein Assoziierungsabkommen der EU mit Zentralamerika

Um schleunigst zur weltweit führenden Wirtschaftsmacht aufzusteigen, treibt die Europäische Union derzeit mehrere Freihandelsabkommen mit den armen Regionen der Welt voran. In Konkurrenz zu den USA und China will die EU ihre geostrategischen Interessen nun auch in Zentralamerika sichern. Dies jedoch nicht mit plumpen Drohungen, sondern mit ausgefeilter Rhetorik. In den Verhandlungen zum sog. Assoziierungsabkommen zwischen EU und Mittelamerika ist die Rede von Menschenrechten, Entwicklung und Nachhaltigkeit. Soziale Bewegungen in den betroffenen Ländern befürchten jedoch verheerende Auswirkungen, die die damit verbundene Festschreibung des neoliberalen Wirtschaftsmodells für die Menschen in Zentralamerika bedeuten würde.
Ziel der EU ist es, das Abkommen noch in diesem Jahr abzuschließen. Die Verhandlungen finden sowohl in Zentralamerika als auch in Europa unter weitgehendem Ausschluss der Zivilbevölkerung statt.

Das geplante Abkommen aufzuhalten ist das Anliegen der Kampagne
kolonisiert – koffeiniert – assoziiert: Gegen die europäische Zubereitung Zentralamerikas!
die bisher von Organisationen aus El Salvador, Nicaragua und Deutschland getragen wird.
In diesem Rahmen befindet sich William Rodríguez vom nicaraguanischen Netzwerk Otro Mundo es Posible ("Eine andere Welt ist möglich") auf einer Vortragsrundreise durch Deutschland und Österreich.
Die Organisation ist Mitglied im gesamtamerikanischen Netzwerk Alianza Social Continental (ASC). Sie informiert die nicaraguanische Bevölkerung über die Gefahren des Abkommens, das sie ablehnt, weil es die bestehende Ungleichheit im Lande noch verschärfen würde.

Im Workshop werden wir das Assoziierungsabkommen EU-Zentralamerika kurz einführen, William Rodríguez wird seine Analyse zu den Effekten des Abkommens auf Zentralamerika zur Diskussion stellen und berichten, wie Bewegungen in Zentralamerika dagegen Widerstand leisten.

Gemeinsam sollen Strategien gegen die weitere neoliberale Zurichtung der Wirtschaftsbeziehungen diskutiert und für eine Protestaktion mit den BUKO-TeilnehmerInnen am Samstag (23. Mai) mobilisiert werden.

darin Protestaktion: Gegen das Assoziierungsabkommen EU-Zentralamerika
Fr, 22.5.09, 15h
Ort: Lüneburger Innenstadt
Treffpunkt: BUKO-Infopoint in der Uni, 15h

Weitere Informationen unter:
http://www.buko.info/index.php?id=148 und
http://www.stop-assoziierung.de/mitmachen/veranstaltungen.shtml

22. Mai 2009, 19h
Ort: Mehringhof, Berlin, Gneisenaustr. 2a (Eintritt frei)

NICARAGUA - WAS WÜRDE SANDINO DAZU SAGEN?
Neosandinismus und der Streit um Ortega

Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung und
FDCL (Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika)
Referent: Klaus Heß, Informationsbüro Nicaragua

Vom Sandinismus aus den 70ger und 80ger Jahren ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die sozialen Bewegungen distanzieren sich deutlich von Daniel Ortega, der die Hoffnungen auf eine Abkehr vom Neoliberalismus nach seinem Wahlsieg im November 2006 rundum enttäuscht hat.

Statt sich mit der Basis zu verbünden, lehnt Ortega die Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen ab und hat sich stattdessen einen ehemaligen Chef von Contra-Einheiten und die katholische Kirche als Verbündete gesucht. Dies zeigt fatale Folgen: Das totale Verbot des therapeutischen Schwangerschaftsabbruches hat die Frauenrechte um 100 Jahre zurückgeworfen, Frauengruppen werden bedroht und auch die straflose Gewalt gegen Frauen nimmt zu. In wirtschaftlicher Hinsicht   versteht sich die Regierung bestens mit dem internationalen Kapital und zeigt keine Anzeichen, sich von neoliberalen Wirtschaftsstrukturen abwenden zu wollen.

Der repressive Umgang mit Opposition und sozialen Bewegungen untermalt zusätzlich den autoritären Charakter des „Orteguismus“. Viele bedeutende PolitikerInnen sind aus der sandinistischen Partei, der FSLN, ausgetreten und versuchen über Oppositionspolitik gegen die autoritäre Regierung politischen Alternativen Gehör zu verschaffen. Wie viel Macht hat Ortega wirklich? Wie soll es in der Zukunft weiter gehen? Werden die kritischen und oppositionellen Kräfte an Einfluss gewinnen können, um zumindest eine transparente Politik zu erzwingen? Wie ist dieser Wandel des einstigen FSLN-Führers Daniel Ortega zum Verteidiger des Neoliberalismus zu erklären?

Anmeldung unter :
global@bildungswerk-boell.de

8. Mai 2009, 19.30h
Ort: INWENT, Düsseldorf, Wallstr. 30 (Eintritt frei)

Veranstalter: Nicaragua-Verein Düsseldorf und IESA Internationale Entwicklung und soziale Arbeit
Referenten: Klaus Heß, Infobüro Nicaragua und Rudi Kurz, Nicaragua-Forum Heidelberg

WOHIN STEUERT NICARAGUA?
Soziale Fortschritte, demokratische Rückschritte?
Regierung Ortega auf Irrwegen oder erfolgreich zugunsten der Armen ?

WAS MACHT EUROPA IN ZENTRALAMERIKA?
"Freihandel" aufkosten von Mensch und Natur –
Assozierungsabkommen EU - Zentralamerika

Weitere Informationen unter:
http://www.nicaragua-verein-duesseldorf.de/4579.html

17. Dezember 2008, 20h
Ort: Bahnhof Langendreer, Bochum, Wallbaumweg 108 (Eintritt frei)

HANDELSABKOMMEN ZWISCHEN EU UND MITTELAMERIKA

Veranstalter: AK Lateinamerika
Referent: Klaus Heß, Informationsbüro Nicaragua, Wuppertal

Bis zum Jahr 2010 möchte die Europäische Union zur Weltwirtschaftsmacht Nummer eins aufsteigen. Zu dieser neuen EU-Außenwirtschaftsstrategie passen die Verhandlungen mit den Staaten Mittelamerikas über ein Assoziierungsabkommen. Die Forderungen der EU sind eindeutig:
Vertragspartner müssen Freihandel Offenheit für europäische Exporteure und Investoren bieten. Mit diesem Abkommen sollen der politischen Dialog und die Entwicklungskooperation zwischen der EU und Zentralamerika geregelt und ein breit angelegtes Abkommen über Zoll- und Handelsfreiheit vereinbart werden. Im Forderungskatalog der EU ist das ganze umstrittene Spektrum wie Handelserleichterungen (Freihandel), der freie Zugang zu Investitionen und Dienstleistungen (z.B. staatl. Ausschreibungen), Patentrechte und Geistiges Eigentum (bzw. geistige Monopolrechte) enthalten. Für Konfliktfälle fordert die EU, unabhängige internationale Streitschlichtungsgerichte einzurichten. Europäische Konzerne könnten vor diesen Gerichten gegen ein mittelamerikanisches Land klagen, wenn sie ihre Investitionen und Profitinteressen gefährdet sehen. In der Praxis entziehen sich international operierende Unternehmen durch solche Regelungen der nationalen Kontrolle und hintergehen Umwelt- oder Sozialstandards. Die Europäer hoffen auf den erlahmenden Widerstand der Gewerkschaften, Bauern- und Verbraucherorganisationen in Zentralamerika und die EU präsentiert sich als Demokratie und Mitsprache fördernder Gegenpol zur USA.  Was das Abkommen beinhaltet, welche Auswirkungen zu erwarten sind und welche Forderungen die sozialen Bewegungen aufstellen, soll in der Veranstaltung vorgestellt werden. Das Informationsbüro Nicaragua führt zusammen mit anderen entwicklungspolitischen Organisationen eine Kampagne durch. Was
deren Ziele sind, welche Aktionen geplant sind, und wie man sich beteiligen kann, können wir gemeinsam besprechen...

16. Dezember 2008, 20h
Ort: Linkes Zentrum "Hinterhof", Düsseldorf, Corneliusstr. 108 (Eintritt frei)

GLEICHBERECHTIGTE KOOPERATION STATT FREIHANDEL UND AUSBEUTUNG -
Stoppt das Assoziierungsabkommen
der EU mit Zentralamerika

Ein Teil der neuen aggressiven Außenwirtschaftsstrategie der EU sind die Verhandlungen über ein
Assoziierungsabkommen mit den Staaten Mittelamerikas. Diese würden dafür sorgen, dass in diesen
Ländern der neo-liberale Kapitalismus über Generationen hinweg als Wirtschafts- und Gesellschaftsform
festgeschrieben wird. Auch eine noch stärkere Exportorientierung der Landwirtschaft und damit eine weitere Verdrängung von KleinbäuerInnen und eine Verschärfung der Nahrungsmittelkrise wären die Folgen.
Klaus Heß und Karsten Hackländer vom Informationsbüro Nicaragua berichten über diese
Abkommen, ihre Folgen und die Proteste dagegen.

6. November 2008, 19.30h
Ort: Alte Feuerwache Wuppertal, Gathe 6 (Eintritt frei)

Kolumbien: KOHLE FÖRDERN STATT MENSCHENRECHTE?

Veranstalterinnen: BASO (Basis Initiative Solidarität) und das Informationsbüro Nicaragua e.V.

Aus gegebenem Anlass der Rundreise dreier Aktivist_innen aus Kolumbien:
Ashcayra Arabadora, Vertreter der Organisation der Bari-Indígenas ASOBARI,
Juan Carlos Quintero, Vertreter der regionalen Bauernorganisation ASCAMCAT und
Judith Maldonado, Juristin und Direktorin der Menschenrechtsorganisation Colectivo de Abogados Luis Carlos Pérez

Catatumbo ist der Name einer Region im Nordosten von Kolumbien, die an Venezuela grenzt und zum Departement Norte de Santander gehört. Sie ist ausgesprochen reich an Bodenschätzen. Außer Erdöl, das seit Jahrzehnten gefördert wird, gibt es auch riesige Lagerstätten von Steinkohle. Kanadische, mexikanische und kolumbianische Minenunternehmen beabsichtigen derzeit, den Abbau von Kohle in der Catatumbo-Region massiv zu beschleunigen. Dies verstößt gegen die Rechte und Interessen der indigenen und bäuerlichen Bevölkerung, die zu diesen Bergbauvorhaben nicht wie rechtlich vorgeschrieben konsultiert wurde. Die Catatumbo-Region wird von verarmten Kleinbauern und den Barí-Indígenas bewohnt. Die ländliche Bevölkerung wurde im letzten Jahrzehnt Opfer massiver Menschenrechtsverletzungen und Vertreibungen. 30 000 Menschen mussten Haus und Hof aufgeben und flüchten. Die dramatischen Menschenrechtsverletzungen werden mit dem Interesse an der Erschließung der Bodenschätze in Zusammenhang gebracht. Auch die großflächige Anlage von Ölpalm-Plantagen für Agrodiesel haben den Landkonflikt in der Region Catatumbo verschärft.

Zehn Prozent der in Kolumbien insgesamt geförderten Kohle – 6,9 Mio. Tonnen – wurden 2007 nach Deutschland exportiert. Damit ist Deutschland das wichtigste Einfuhrland für kolumbianische Kohle in der EU geworden. Im Vergleich zu 2006 hat sich der Import fast verdoppelt.

Das gibt Anlass, sich aus direkter Quelle über die Situation der Bevölkerung in der kolumbianischen Catatumbo-Region zu informieren.

30.10. - 2.11. 08
Ort: Mannheim, Freie Waldorfschule, Neckarauer Waldweg 131

attac-LATEINAMERIKA-KONGRESS

In Lateinamerika ist in den vergangenen Jahren viel in Bewegung geraten. Ansätze partizipativer Demokratie wie die neuen Verfassungen und partizipative Haushalte, Projekte Solidarischer Ökonomie wie selbstverwaltete Betriebe, Alternative Medien wie Basisradios und der Fernsehsender TeleSur, die Rücknahme von Privatisierungen, Landreformen, Bildungs- und Gesundheitsreformen zum Wohle der Bevölkerung, neue Wege ökologischer Nachhaltigkeit, internationale, emanzipatorische Projekte wie ALBA und die Bank des Südens, die Alternativen zu Freihandel und globalen Institutionen wie IWF und Weltbank darstellen, sind auch das Ergebnis der vielfältigen Aktivitäten sozialer Bewegungen und haben diesen gleichzeitig neuen Auftrieb gegeben. Entsprechend hat sich auch die Solidaritätsarbeit in Deutschland in Richtung einer Solidarität als „Zweibahnstraße“ verändert, in der es nicht mehr nur darum geht, die Bewegungen in Lateinamerika zu unterstützen, sondern auch darum, von den neuen Wegen, die dort gegangen werden, zu lernen für unsere Auseinandersetzungen und Kämpfe hier.

Mit diesen Entwicklungen und Erfahrungen werden wir uns auf dem Kongress beschäftigen.

Weitere Infos unter:
http://www.attac-netzwerk.de/ag-lateinamerika/kongress-2008/

21. Oktober 2007 ab 17h
Ort: Alte Feuerwache Wuppertal, Gathe 6 (Eintritt frei)

LESUNG_MUSIK_TANZ_FILM

Die Wuppertaler Interkulturtage 2007 starten in der
Alten Feuerwache mit einem Programm, das die
gesamte Veranstaltungswoche in einem Mikrokosmos
verdichtet. Es wird eine Reihe kleiner kultureller „Pröbchen“ geben , die Sie auf
das Programm neugierig machen sollen.

LESUNGEN: Lateinamerikanisches Literaturcafe mit Werken von Eduardo Galeano ·
Olaf Reitz liest Auszüge aus seinem Programm
MUSIK UND TANZ: Apito Fiasko mit Samba-Percussion, Leitung: Susanne Strobel ·
PeruLatinSound mit Mambo, Salsa, Son, Cumbia · DJ Carlin mit Kostproben aus der
Salsa-Disco · Kai Heumann & Sergio Mansilla mit folklore argentino ·
La Luna Azul mit Latin
FILM: Calvary und Mordente · Ergebnisse des (Rock)Musik-Film-Projektes 2007‚
Wuppertal/Matagalpa
AKTION FÜR KINDER: Sylvia Chavez mit Maskenbau und anderen Aktionen
INFORMATIONEN: Infobüro Nicaragua · Städtepartnerschaftsverein Wuppertal-
Matagalpa · GEPA GmbH · Piolin e. V. · Int. Begegnungszentrum Caritas ·
Peter-Hammer-Verlag · 6pack Künstlergruppe

16. September 2007 19.30h
Ort AZ Wuppertal (Eintritt frei)

**Asalto al Sueño** - Angriff auf den Traum

BRD 2006, 83 Min. Regier: Uli Stelzner
Spanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Tausende Menschen verlassen täglich ihre verarmten Länder Mittelamerikas, um in die USA zu gelangen. Mit dem Grenzübertritt im Norden Guatemalas nach Mexiko begeben sie sich auf eine der gefährlichsten Migrationsrouten der Welt. Nur mit einer kleinen Digitalkamera reist der Regisseur in diese kleine Grenzregion im äußersten Süden Mexikos. Der bewegte und gleichsam bewegende Film ist auch die Geschichte der wiederholt zufälligen Begegnungen mit Noe, einem Migrant aus El Salvador. Seine Agonie zeigt auf tragische Weise Anfang und Ende, Hoffnung und Scheitern einer in Bewegung geratenen Menschheit.

So, 15. Juli 2007 19.30
Ort: Cinema, Wuppertal (Eintritt 3,50€)

**Der Kleiderhaken** - Die Schattenseiten des Freihandels in der globalen Bekleidungsindustrie

BRD 2006, 70 Min. Regie: Dorit Siemers, Heiko Thiele (zwischenzeit e.V.)

Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist von andauernder Produktionsverlagerung in Niedriglohnländer geprägt. Heute ist es weitaus billiger, die verschiedenen Produktionsschritte über den gesamten Globus zu verteilen: 90% unserer Kleidung werden mittlerweile in Niedriglohnfabriken, auch Maquiladoras genannt, hergestellt. Ein Beispiel ist Honduras: Die Stadt San Pedro Tula gilt als die Maquiladora-Metropole in Mittelamerika. Die Fabriken produzieren Kleidungsstücke für den nordamerikanischen und europäischen Markt. Niedrige Löhne, fristlose Kündigungen, Übergriffe und Gewerkschaftsverbot gehören zum Alltag dieses Wirtschaftszweiges. Die Dokumentation zeigt die Globalisierung der Bekleidungsindustrie und ihre Konsequenzen für die ArbeiterInnen und ihre Familien, die Umwelt und die regionalen Wirtschaftskreisläufe in den sog. Entwicklungsländern.

anschließend: Diskussion in der Cafeteria mit den FilmemacherInnen

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Fr. 15.Juni 2007, 20:00 Uhr

* *Der Große Ausverkauf*

BRD 2007, Regie: Florian Opitz

In vier ineinander verwobenen Erzählsträngen bringt der Film dem
Zuschauer das abstrakte und umstrittene Phänomen "Privatisierung" über
einfühlsame Porträts von Menschen aus verschiedenen Kontinenten nahe,
die von den oft inhumanen und fehlgeleiteten Versuchen, das
Wirtschaftswachstum zu steigern, unmittelbar betroffen sind. Menschen,
die sich auf ihre ganz persönliche Art und Weise dagegen zur Wehr setzen.


*Ort: CINEMA (Eintritt 7 / 5 € )*

anschließend: Info & Diskussion in der Cafeteria mit Gerd-Peter Zielezinski (Wuppertaler Sozialforum)

 

Veranstaltungen im März 2007   

"Yo decido mi vida!"

"Ich entscheide über mein Leben!"
Der Kampf nicaraguanischer Fraueninitiativen gegen das generelle Abtreibungsverbot

16. März '07 um 19 Uhr
VeranstalterInnen: Informationsbüro Nicaragua & Frauenverband Courage

Veranstaltungsort: Frauenverband Courage

Holsteiner Str. 28, 42107 Wuppertal

 

Per Gesetzesänderung kurz vor den Wahlen wurden die nicaraguanischen Frauen in eine längst vergangen geglaubte Zeit zurückversetzt: Am 26. Oktober 2006 ist trotz zahlreicher Proteste eine Gesetzesänderung von der Nationalversammlung mit Zustimmung der FSLN-Abgeordneten verabschiedet worden, die in Nicaragua auch die Abtreibung aus medizinischen Gründen unter Strafe stellt. War es seit 1893 den ÄrztInnen erlaubt einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen, wenn das Leben der Frauen gefährdet oder sie vergewaltigt worden waren, so drohen nun den ÄrztInnen wie den Frauen vier bis acht Jahre Haft. Dieser Rückschritt in Zeiten von vor mehr als 100 Jahren, wird in Nicaragua von Frauenorganisationen mit der Inquisition verglichen.

Violeta Delgado , Mitglied der Organisation „Movimiento Autonome de Mujeres“ [MAM] und ehemalige Leiterin des „Red de mujeres contra la violencia“, wird vom 6. – 16. März in Deutschland sein und über den derzeitigen Protest und Kampf der Frauen in Nicaragua berichten. Sie wird die neue Gesetzeslage darstellen und den derzeitigen politischen Kontext analysieren. Die nicaraguanischen Fraueninitiativen streben gemeinsam auf nationaler und internationaler Ebene Klagen an, die den nicaraguanischen Staat zwingen sollen, diese Gesetzesänderung zurückzunehmen, da sie gegen die Me nschenrechte verstößt. Des Weiteren planen sie derzeit eine Kampagne für die legale Abtreibung nicht nur in Nicaragua, sondern in ganz Lateinamerika!

 

 

 
 




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