Wir über uns
 

Das Informationsbüro Nicaragua in Wuppertal ist ein entwicklungspolitischer Verein, der 1978 aus der Solidaritätsbewegung mit dem nicaraguanischen Befreiungskampf hervorging. Die Geschichte des Informationsbüros war bis in die 90er Jahre eng verknüpft mit den Konjunkturen der Solidaritätsbewegung zu Mittelamerika und speziell zu Nicaragua.

Seit 1990 konzentriert das Informationsbüro Nicaragua seine Arbeit stärker auf die vielfältigen Organisationen und Zusammenschlüsse an der Basis. Eine Säule unserer Arbeit ist seitdem die finanzielle Unterstützung von Selbstorganisierung und sozialen Bewegungen in Nicaragua. In der Projektarbeit mit unseren nicaraguanischen Partnerorganisationen legen wir Wert darauf, eine weitgehende Unmittelbarkeit in den Kontakten herstellen und paternalistische Strukturen, die jeder "Entwicklungshilfe" beiwohnen, abzubauen.

In der Bildungs- und Informationsarbeit in Deutschland setzt sich das Infobüro nicht nur mit Nicaragua-spezifischen Themen auseinander; in den 90er Jahren setzte eine verstärkte Diskussion über Perspektiven des Internationalismus ein. Themenfelder wie Antirassismus und Migration gewannen an Bedeutung. In den letzten Jahren beschäftigt sich das Infobüro hauptsächlich mit Freihandel , Privatisierung, Arbeits- und Lebensbedingungen in den Ländern des globalen Südens und Nordens sowie mit Fragen der sozialen Sicherheit im globalisierten Kapitalismus, mit Gender und reproduktiven Rechten sowie der ökologischen Zukunftsfähigkeit: Themenfelder, die wir anhand unserer Einblicke und Kontakte in Nicaragua exemplarisch für Menschen in Deutschland anschaulich machen wollen. Dabei geht es uns nicht allein darum, einen Beitrag zur Bildung zu leisten, sondern auch zur Mobilisierung und Unterstützung von Menschen und sozialen Organisationen, die für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen kämpfen: hier in Europa und in den Ländern des Südens.

Heute ist das Informationsbüro eine offene Gruppe, die z.Zt. von zehn Menschen getragen wird. Das Büro stellt Informationen bereit und gibt Publikationen heraus, unterhält ein öffentlich nutzbares, umfangreiches Dritte-Welt-Archiv , erstellt Bildungsmaterialien, vermittelt und stellt ReferentInnen und organisiert Aktionen, Veranstaltungen und Seminare.


 
 




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