Nachrichten-Archiv
Das Assoziierungsabkommen zwischen EU und Zentralamerika hintertreibt eine Regulierung des Finanzmarktes in der Union
Die Einbringung der Gesetzentwürfe zur Ratifizierung der Freihandels- bzw. Assoziierungsabkommen zwischen der EU und Zentralamerika sowie zwischen EU, Kolumbien und Peru in den Bundestag ist nach derzeitigem Stand für die Woche vom 25.-28.2. vorgesehen. Nach der Einbringung folgt vor der Beschlussfassung noch die Beratung in den zuständigen Ausschüssen (voraussichtlich im Wirtschaftsausschuss bzw. Auswärtigen Ausschuss).
Hierbei sollte auch zur Sprache kommen, dass die EU mit diesen Verträgen nicht nur den Bevölkerungen der mittelamerikanischen Staaten massiv schadet, sondern auch dem Großteil der Menschen in der Union: die Freihandelsverträge werden genutzt, um die Liberalisierung der Finanzdienstleistungen durch internationale Verträge festzuschreiben und eine Regulierung des Finanzmarktes durch die Europäische Union oder einzelnen Staaten damit zu unterlaufen.
Honduras: Bajo Aguán: Aufruf zu internationaler Solidarität
Räumung der Siedlung Aldea Panamá / Sandra-Cuffe, Flickr(Fortaleza, 14. Januar 2012, adital).- Die ständige internationale Menschenrechtsbeobachtungsstelle von Aguán (Observatorio Permanente Internacional de Derechos Humanos del Aguán), erhebt vor der honduranischen Bevölkerung und der internationalen Gemeinschaft Anklage gegen die jetzige Regierung und die GroßgrundbesitzerInnen von Bajo Aguán. Demnach unternehmen Regierung und GroßgrundbesitzerInnen auch weiterhin alles, um den Kampf um Landbesitz in Bajo Aguán zu kriminalisieren. Dadurch werde ein Klima geschaffen, in dem sich Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen verschärfen.Europäisches Parlament unterzeichnet Assoziierungabkommen mit Zentralamerika
Nach fünf Jahren schwieriger Verhandlungen unterzeichnete das europäische Parlament am 11.12.2012 das Assoziierungsabkommen mit Zentralamerika mit 557 Ja, 100 Neinstimmen und 21 Enthaltungen. Der Vertrag muss noch von den Parlamenten der europäischen und mittelamerikanischen Länder ratifiziert werden. Das einzige Land, das dies bisher getan hat, ist Nicaragua. Das Informationsbüro Nicaragua hat aus diesem Anlass einen Film der nicaraguanischen NGO Centro Humboldt zum Assoziierungs-Abkommen übersetzt und aktualisiert:
<http://www.youtube.com/watch?v=YYE2HzyuT5o&feature=youtu.be>
Ausserdem haben wir unsere Parnerorganisationen in Nicaragua zu ihrer Haltung und Beteiligung bezüglich des Abkommens befragt, eine Zusammenfassung ist in dem aktuellen Rundschreiben 2013.
In meinem Namen, keine Ratifizierung!
Erst assoziiert, dann kolonisiert - Bundestag gibt Freibrief für Plünderung Zentralamerikas
Erst assoziiert, dann kolonisiert?
von Lydia Koblofsky und Johannes Maaser
Der „neue Sandinismus“ in Nicaragua: Autoritärer Selbstbedienungsstaat oder neues Entwicklungsmodell?
Anfang Juni 2009 veranstaltete das NicaNetz e.V. gemeinsam mit dem EPN-Hessen eine Tagung zum Thema „Der 'neue Sandinismus' in Nicaragua: Autoritärer Selbstbedienungsstaat oder neues Entwicklungsmodell?“. Zu dieser Tagung haben Ivo Schnipkoweit und Timm Schützhofer (Hg.) einen Sammelband erstellt, der nun in der Reihe OneWorld Perspective Working Paper erschienen und im Internet abrufbar ist.
Anschlag auf Informationsbüro Nicaragua: Einschüsse und Einschläge in der Fensterfront
Am ersten Juliwochenende wurde unser Büro Ziel eines Anschlags:
Vermutlich mit einem Luftgewehr abgeschossen, durchschlugen mehrere Geschosse die Außenfenster unserer Büroräume, zudem wurden Stahlgeschosse in die Fenster und auf die Hausfront geschleudert.Sie können alle Blumen abschneiden
Von Øle Schmidt
Paramilitärs in Honduras morden weiter
kommission. Neue Mutmaßungen über die Beteiligung von Kolumbianern.
Solidaritätsbrigade nach Nicaragua
Das Ökumenische Büro für Frieden und Gerechtigkeit und das Informationsbüro Nicaragua führen erstmals gemeinsam eine Solidaritätsbrigade nach Nicaragua durch. Schwerpunktthemen sind Klimagerechtigkeit und Ernährungssouveränität.Interesse mitzufahren?
von Anfang August bis Anfang September 2011:
andere Lebenssituationen kennen lernen
Solidarität praktizieren
politische Erfahrungen austauschen
Neue Publikation: Das Echo der Migration
Das Informationsbüro Nicaragua hat gemeinsam mit dem philippinenbüro den Sammelband „Das Echo der Migration. Wie Auslandsmigration die Gesellschaften im globalen Süden verändert“ herausgegeben.Lateinamerika im Fokus - Die Welt im Blick
Das Fokuscafé Lateinamerika ist ein neuentwickeltes Bildungs-Programm, welches Jugendliche und junge Erwachsene für Lateinamerika begeistern möchte. Die Umrahmung des inhaltlichen Programms schafft ein mit Geschichten, Fotos und Schaubildern gestalteter Raum – das Fokuscafé, das ähnlich einer Wanderausstellung an verschiedenen Orten einsetzbar ist. Anhand von fünf Modulen –Klischees, Geschichte, Ökonomie, Migration und Interdependenzen – werden verschiedene Dimensionen der Beziehungen zwischen Europa und Lateinamerika thematisiert. Ab sofort können sich interessierte Schulklassen und Gruppen für die Teilnahme anmelden.Tote und Verletzte nach Angriff von Paramilitärs auf Friedenskarawane in Oaxaca/ Mexiko
Schwerpunkt Quito (ILA Nr. 337, Juli 2010)
Seit nunmehr als 16 Jahren ist der Schwerpunkt der Juli-Ausgabe der ila einer lateinamerikanischen Großstadt gewidmet. In diesem Jahr steht mit Ecuadors Hauptstadt Quito eine der schönsten Städte Lateinamerikas im Fokus der ila. Mit ihrer großen kolonialen Altstadt, ihren barocken Plätzen und Kirchen und einem beeindruckenden Bergpanorama zieht die 2500 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Metropole Jahr für Jahr Zehntausende von TouristInnen aus aller Welt an. Gleichzeitig hat die Zwei-Millionen-Stadt (im Großraum Quito leben sogar drei Millionen Menschen) mit großen sozialen und infrastrukturellen Problemen zu kämpfen. Obwohl die Stadt im Herzen des indigen geprägten Andenhochlands Ecuadors liegt, wird sie von Mestizen und Weißen dominiert. Indígenas sind zwar präsent, aber in ihrer großen Mehrheit weiterhin marginalisiert. Sie leben überwiegend in den armen Vorstädten und rangieren am unteren Ende der sozialen Hierarchie. Armut ist in Quito allgegenwärtig, auch wenn die Überweisungen der im Ausland lebenden EcuadorianerInnen und die Sozialpolitik der Regierung Correa die Situation in den letzten Jahren etwas verbessert haben.
Ist der Sandinismus noch zu retten?
Straßenschlacht nach Wahlen
In Managua erklärten sich zwei Kandidaten zum Sieger
12.11.2008, von Ralf Leonhard
Radio ONDA dokumentiert "Enlazando Alternativas"
Im Vorfeld des offiziellen Gipfels der europäischen und lateinamerikanischen Staatschefs, der am 17. Mai in Madrid begonnen hat, trafen sich AktivistInnen und Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen aus Europa und Lateinamerika auf dem Alternativgipfel "Enlazando Alternativas". Die TeilnehmerInnen sprachen sich gegen ein Europa des Kapitals und des Krieges aus. Enlazando Alternativas hat bereits vier Mal parallel zu EU- Lateinamerikagipfeltreffen stattgefunden, 2004 in Guadelajara (Mexiko), 2006 in Wien, 2008 in Lima (Peru) und jetzt, im Mai 2010 in Madrid. Radio Onda war dabei und produzierte spannende Beiträge mit vielen O-Tönen. Über den Link hier kommt ihr zu dem Radiobeitrag.
Auswahl und Übersetzung von Meldungen der nicaraguanischen Nachrichtenagentur Notifax
KOMMUNALWAHLKAMPF 2008
Ortega rosarote Faust
Wolf im Sozialistenpelz - Kriminalisierung sozialer Organisationen in Nicaragua
aus:Poonal vom 27. Oktober bis 2. November 20084. Rundbrief der Grupo Venancia
Grupo Venancia – 4. Rundbrief Oktober 2008Ortegas autoritärer Abrutsch
aus: El País, 18.10.2008
President Ortega vs. the Feminists
aus: http://www.time.com/time/world/article/0,8599,1850451,00.html, 16.10.2008
Der Präsident ist müde
Soziale Fortschritte, demokratische Rückschritte
Neosandinismus in NicaraguaOrtega versus NGOs?
Der Konflikt und die Verantwortung der SolidaritätOrtegas Wirtschaftsprogramm: zwischen Tradition und Transformation
Die Wirtschaftspolitik setzt die neoliberale Politik der Vorgängerregierungen fort; statt auf die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln ist sie auf den Export ausgerichtet. Der Außenhandel wird von Freihandelsverträgen reguliert, die das nationale und internationale Kapital im Export und Import begünstigen. Neu ist die ALBA-Kooperation, wie zu kurzfristigen sozialen Maßnahmen führt. Ein Bruch mit dem traditionellen Agrarexportmodell wäre nötig, um die in den Produktionsbedingungen -sowohl der Kleinbauern als auch der Maquila oder den Microempresas im informellen Sektor- verursachten sozialen Verhältnisse zu verbessern.

